Wer am Tag vor dem Ex-Tag die Aktie besitzt, bekommt die Dividende. Wer am Ex-Tag kauft, geht leer aus. So einfach – und doch gibt es Fallstricke.
Die 4 wichtigen Termine
| Datum | Name | Was passiert? |
|---|---|---|
| 1. Tag | Declaration Date | Unternehmen kündigt Dividende an |
| 2. Tag | Ex-Dividende-Tag | Ab diesem Tag OHNE Dividendenanspruch |
| 3. Tag | Record Date | Stichtag: Wer steht im Aktionärsregister? |
| 4. Tag | Payment Date | Dividende wird ausgezahlt |
Der Dividendenabschlag
Am Ex-Tag fällt der Aktienkurs automatisch um den Dividendenbetrag. Beispiel: Aktie schließt bei 100 €, Dividende 3 € → Eröffnung am Ex-Tag bei ~97 €.
Wichtig: Die Dividende ist kein „Gratis-Geld“ – du bekommst 3 € Dividende, verlierst aber 3 € Kurswert. Die Gesamtrendite ist an diesem Tag null.
Dividend Capture: Funktioniert das?
Die Idee: Aktie vor dem Ex-Tag kaufen, Dividende kassieren, sofort verkaufen. In der Praxis funktioniert das fast nie:
- ❌ Der Dividendenabschlag frisst die Dividende exakt auf
- ❌ Transaktionskosten (Kauf + Verkauf)
- ❌ Steuer auf die Dividende (26,375 %)
- ❌ Spread-Kosten beim schnellen Handel
Fazit: Dividend Capture ist für Privatanleger nicht profitabel. Langfristiges Halten von Dividendenaristokraten ist die bessere Strategie.
Die richtige Taktik für Dividendenanleger
- ✅ Langfristig halten – der Abschlag erholt sich typischerweise in Tagen/Wochen
- ✅ Am Ex-Tag nachkaufen – günstiger Einstieg durch den Abschlag
- ✅ Sparplan nutzen – automatisch, kein Timing nötig
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