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Quellensteuer Ukraine 2026: Steuersatz, DBA & Anrechnung

Zuletzt aktualisiert am 27.09.2026

🇺🇦 Quellensteuer Ukraine: Steuersätze, DBA-Regeln und Anrechnung für deutsche Anleger.

KennzahlWert
Nationale Quellensteuer15 %
DBA-Satz mit Deutschland (Portfoliofall)15 %
In DE anrechenbartatsächlich gezahlter Betrag, höchstens nach § 34c EStG

Besonderheiten

Die ukrainische Steuerbehörde nennt für Zahlungen aus ukrainischen Quellen an Nichtansässige grundsätzlich 15 % Quellensteuer, soweit kein anwendbares Abkommen eine Entlastung vorsieht. Für Dividenden muss die Zahlstelle deshalb zwischen nationalem Ausgangssatz, DBA-Berechtigung und der tatsächlichen Verwahrkette unterscheiden.

Das geltende DBA Deutschland–Ukraine von 1995 begrenzt Dividenden im allgemeinen Portfoliofall auf 15 %. Die 5-%-Grenze gehört zum qualifizierten Gesellschaftsfall und ist keine Regel für deutsche Privatanleger. Ein am 19.05.2026 unterzeichnetes neues Abkommen ist laut BMF noch nicht in Kraft; bis zum Inkrafttreten gilt das bisherige Abkommen weiter.

Anrechnung in Deutschland

Der tatsächlich einbehaltene und nachgewiesene ukrainische Betrag ist der Ausgangspunkt für eine mögliche deutsche Anrechnung. § 34c EStG begrenzt die Wirkung insbesondere durch den Anrechnungshöchstbetrag. Eine pauschale 5-%-Anrechnung oder eine automatische Erstattung der Differenz folgt daraus nicht.

Rechenbeispiel (ohne persönliche Steuerberatung): Bei 1.000 € Bruttodividende und 15 % Einbehalt werden 150 € in der Ukraine einbehalten und 850 € gutgeschrieben. Die deutsche Berücksichtigung richtet sich nach dem nachgewiesenen Betrag, § 34c EStG und der persönlichen Veranlagung.

Markt- und Verwahrhinweis

Der Zugang zu ukrainischen Wertpapieren, Börsenplätzen und Verwahrketten kann sich wegen der Kriegslage und laufender Marktregeln ändern. Dieser Hinweis ersetzt keine aktuelle Prüfung der Handelbarkeit, des Emittentensitzes oder der Brokerabrechnung; aus der Marktverfügbarkeit lässt sich kein Quellensteuersatz ableiten.

Fazit

Quellensteuer Ukraine: national im Grundfall 15 %; für deutsche Portfolioanleger sieht das geltende DBA ebenfalls eine 15-%-Obergrenze vor. Die 5-%-Grenze betrifft qualifizierte Gesellschaftsbeteiligungen. Eine deutsche Anrechnung richtet sich nach Nachweis und § 34c EStG. Alle Länder: Übersicht.

Wie hoch ist die Quellensteuer in der Ukraine?

Für Zahlungen aus ukrainischen Quellen an Nichtansässige gilt grundsätzlich 15 %, soweit kein anwendbares Abkommen eine Entlastung vorsieht.

Welcher DBA-Satz gilt für deutsche Privatanleger?

Das geltende DBA Deutschland–Ukraine begrenzt Dividenden im Portfoliofall auf 15 %. 5 % gelten nur im qualifizierten Gesellschaftsfall.

Sind 10 % automatisch erstattbar oder 5 % automatisch anrechenbar?

Nein. DBA-Entlastung, Zahlstellen- und Nachweiskette sowie die deutsche Anrechnung nach § 34c EStG sind getrennt zu prüfen.

📖 Weiterführende: QSt-Übersicht alle Länder | Länder ohne QSt

⚠️ Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder individuelle Steuerberatung dar.


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Quellenstand: 27.09.2026. Primärquellen: State Tax Service of Ukraine, BMF, geltendes DBA Deutschland–Ukraine 1995, BMF, neues Abkommen 2026 (noch nicht in Kraft) und § 34c EStG. Brokerabrechnung, Verwahrkette und Gebühren sind nicht pauschal verifiziert.