Indiens Quellensteuer auf Dividenden beträgt 20 % (national) bzw. 10 % (DBA-Satz). Da nur 15 % in Deutschland anrechenbar sind, entsteht bei 20 % ein Verlust – das DBA sollte genutzt werden.
📊 Quellensteuer Indien auf einen Blick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Nationale Quellensteuer | 20 % |
| DBA-Satz (Deutschland–Indien) | 10 % |
| In DE anrechenbar | 10 % (voll bei DBA-Satz) |
| Nicht anrechenbarer Rest | 0 % (wenn DBA genutzt) |
| Gesamtsteuerbelastung | 26,375 % (optimal) |
| Erstattung nötig? | ⚠️ Nur wenn 20 % statt 10 % einbehalten |
⚠️ Das Problem: 20 % vs. 10 %
In der Praxis behalten indische Unternehmen oft die vollen 20 % ein, da die DBA-Reduzierung auf 10 % nicht automatisch erfolgt. In diesem Fall:
- 15 % werden auf die deutsche Steuer angerechnet
- 5 % gehen verloren (nicht anrechenbar, nicht erstattbar)
- Gesamtbelastung: 31,375 % statt 26,375 %
📈 Beliebte indische Dividendenaktien
| Unternehmen | Branche | Rendite |
|---|---|---|
| 🏦 HDFC Bank | Banken | ~1,1 % |
| 💻 Infosys | IT-Services | ~2,8 % |
| 🏭 Reliance Industries | Konglomerat | ~0,4 % |
| 🏦 State Bank of India | Banken | ~1,7 % |
| ⚡ NTPC | Energie | ~3,5 % |
💡 Tipp: Indische Unternehmen bieten im Vergleich eher niedrige Dividendenrenditen – das Wachstumspotenzial liegt primär im Kursgewinn. Für reine Dividendenanleger sind andere Märkte attraktiver.
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Stand: Februar 2026. Keine Steuerberatung.
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