Apple gibt 100 Mrd. $ pro Jahr für Aktienrückkäufe aus, Coca-Cola zahlt lieber Dividende. Welche Strategie ist für dich als Anleger besser? Ein Vergleich mit konkreten Zahlen.
📖 Was sind Aktienrückkäufe?
Bei einem Aktienrückkauf (Share Buyback) kauft ein Unternehmen eigene Aktien zurück und zieht sie ein. Dadurch gibt es weniger Aktien im Umlauf → jede verbleibende Aktie wird wertvoller (höherer Gewinn pro Aktie, höheres KGV). Es ist eine indirekte Ausschüttung an Aktionäre.
📊 Der Vergleich
| Kriterium | Dividende | Aktienrückkauf |
|---|---|---|
| Cashflow | ✅ Bargeld direkt auf Konto | ❌ Kein direktes Bargeld |
| Steuer | ⚠️ Sofort steuerpflichtig | ✅ Steuer erst beim Verkauf |
| Flexibilität | ⚠️ Kürzung = negatives Signal | ✅ Jederzeit stopp-/anpassbar |
| Kapitalwachstum | ⚠️ Neutral (Dividendenabschlag) | ✅ Steigert Wert pro Aktie |
| Verlässlichkeit | ✅ Erwartbar, planbar | ⚠️ Kann jederzeit gestoppt werden |
| Psychologie | ✅ Belohnungsgefühl | ❌ Unsichtbar für Anleger |
💡 Steuerlicher Vorteil der Rückkäufe
Der größte Vorteil: Steuerstundung. Dividenden werden sofort mit 26,375 % Abgeltungssteuer belastet. Beim Rückkauf dagegen zahlt man erst Steuern, wenn man die Aktie verkauft – möglicherweise in 10-20 Jahren. Das Kapital kann in der Zwischenzeit steuerfrei weiterarbeiten.
🏆 Die beste Lösung: Beides!
Die besten Unternehmen machen beides: Apple (90 Mrd.$ Rückkäufe + Dividende), Microsoft (aktive Rückkäufe + wachsende Dividende). Diese „Total Shareholder Return“-Strategie maximiert den Gesamtwert für Aktionäre. Suche nach Unternehmen, die 2-4 % Dividendenrendite + 2-4 % Rückkaufrendite bieten.
Was ist besser: Aktienrückkauf oder Dividende?
Beide haben Vorteile: Dividenden bieten direkte Einnahmen und Verlässlichkeit, Rückkäufe bieten Steuervorteile und Flexibilität. Die besten Unternehmen wie Apple und Microsoft machen beides.
📖 Weiterführende: Beste Aktien | 1000€/Monat | Rechner | Steuern | FIRE Guide
📚 Mehr lesen: Vorzugsaktien
⚠️ Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

