Unser Börsenlexikon erklärt dir die wichtigsten Begriffe rund um Dividenden, Steuern, Kennzahlen und Anlagestrategien. Klicke auf einen Begriff für die ausführliche Erklärung.
300 Begriffe in 26 Buchstaben
A
Abgeltungssteuer
Die deutsche Pauschalsteuer auf Kapitalerträge: 25 % plus Solidaritätszuschlag = 26,375 %. Wird automatisch von der Bank einbehalten.
ADR
American Depositary Receipt – ein Zertifikat, das eine ausländische Aktie an US-Börsen handelbar macht. Die Original-Aktie liegt bei einer Depotbank.
Aktie
Ein Wertpapier, das seinen Inhaber zum Miteigentümer einer Aktiengesellschaft macht. Mit jeder Aktie erwirbt man einen Anteil am Unternehmen.
Aktiengesellschaft
Eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital in Aktien aufgeteilt ist. Abkürzung: AG.
Aktienrückkauf
Ein Unternehmen kauft eigene Aktien am Markt zurück. Alternative zur Dividende, oft steuerlich vorteilhaft.
Aktienrückkauf-Programm
Ein Unternehmen kauft eigene Aktien zurück und vernichtet sie – erhöht den Gewinn je Aktie.
Aktiensplit
Die Aufteilung einer Aktie in mehrere Aktien zu niedrigerem Kurs. Der Gesamtwert bleibt gleich.
Alpha
Die Überrendite einer Anlage gegenüber dem Benchmark. Positives Alpha = der Fondsmanager hat den Markt geschlagen.
Anlage KAP
Das Steuerformular für Kapitalerträge in der deutschen Einkommensteuererklärung.
Anleihe
Ein Wertpapier, bei dem du einem Unternehmen oder Staat Geld leihst und dafür regelmäßig Zinsen erhältst. Gilt als risikoärmer als Aktien.
Annualisierte Rendite
Die auf ein Jahr hochgerechnete Rendite, um Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten vergleichbar zu machen.
Anrechnungsmethode
Bei der Quellensteuer wird die im Ausland gezahlte Steuer auf die deutsche Steuer angerechnet (max. 15 %).
Antizyklisches Investieren
Der Kauf von Aktien in Crashphasen, wenn die Kurse niedrig und die Dividendenrenditen hoch sind.
Asset Allocation
Die Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Cash.
Ausschüttender Fonds
Ein Fonds, der erzielte Erträge (Dividenden, Zinsen) regelmäßig an die Anleger ausschüttet.
Ausschüttung
Die Auszahlung von Erträgen eines Fonds oder ETFs an die Anleger. Gegenteil: Thesaurierung.
Ausschüttungsquote
Synonyme: Payout Ratio. Der Anteil des Gewinns, der als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird.
Auto-Invest
Eine Funktion auf P2P-Plattformen, die Kapital automatisch nach festgelegten Kriterien auf neue Kredite verteilt.
B
BaFin
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – die deutsche Finanzaufsichtsbehörde, die Banken, Broker und Fonds kontrolliert.
Barbell-Strategie
Eine Kombination aus sehr sicheren Anlagen (Anleihen) und risikoreichen Anlagen (Aktien), ohne Mittelfeld.
Bardividende
Die häufigste Form der Dividende – eine direkte Geldzahlung vom Unternehmen an den Aktionär.
Bärenmarkt
Eine Phase fallender Börsenkurse von mindestens 20 % unter dem letzten Hoch. Kann Monate bis Jahre dauern.
Belegschaftsaktie
Aktien, die Mitarbeitern eines Unternehmens zu vergünstigten Konditionen angeboten werden.
Benchmark
Ein Vergleichsindex, an dem die Performance einer Anlage gemessen wird (z.B. MSCI World, DAX, S&P 500).
Beta
Ein Maß für die Kursschwankung einer Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt. Beta 1 = marktgleich, über 1 = volatiler.
Bezugsrecht
Das Recht bestehender Aktionäre, bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien bevorzugt zu kaufen, um ihre Beteiligung zu halten.
Bid-Ask-Spread
Die Differenz zwischen dem höchsten Kaufgebot (Bid) und dem niedrigsten Verkaufsangebot (Ask). Ein Mass für die Liquidität.
Bilanz
Die Gegenüberstellung aller Vermögenswerte (Aktiva) und Schulden (Passiva) eines Unternehmens zu einem Stichtag.
Blue Chip
Eine große, etablierte Aktie mit stabiler Geschichte und zuverlässiger Dividende. Der Name stammt vom wertvollsten Pokerchip.
Bookbuilding
Das Verfahren zur Preisfindung bei einem Börsengang (IPO), bei dem institutionelle Anleger Gebote abgeben.
Börse
Ein organisierter Marktplatz für den Handel mit Wertpapieren. Die wichtigsten Börsen sind NYSE, NASDAQ, Xetra und die Frankfurter Börse.
Broker
Ein Finanzdienstleister, der im Auftrag von Anlegern Wertpapiere an der Börse kauft und verkauft.
Bruchstücke
Teilaktien – du kannst z.B. 0,5 Anteile einer Amazon-Aktie kaufen. Macht teure Aktien auch mit kleinen Beträgen zugänglich.
Buchwert
Der bilanzielle Wert eines Unternehmens: Gesamtvermögen minus Schulden. Dient als Vergleich zum Börsenwert.
Bucket-Strategie
Aufteilung des Vermögens in kurzfristige (Cash), mittelfristige (Anleihen) und langfristige (Aktien) Töpfe.
Bullenmarkt
Eine Phase steigender Börsenkurse über einen längeren Zeitraum. Gegenteil: Bärenmarkt.
Buy and Hold
Eine Strategie, bei der Aktien langfristig gekauft und gehalten werden – unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen.
C
CAGR
Compound Annual Growth Rate – die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate. Zeigt das gleichmäßige Wachstum über mehrere Jahre.
Call-Option
Ein Vertrag, der dem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen.
Cash Conversion Ratio
Der Anteil des Gewinns, der tatsächlich als Cash im Unternehmen ankommt – wichtig für die Dividendensicherheit.
Cash-Secured Put
Eine Optionsstrategie, bei der man Aktien zu einem Wunschpreis kaufen kann und dafür eine Prämie erhält.
CFD
Contract for Difference – ein Differenzkontrakt, der es ermöglicht, auf Kursveränderungen zu spekulieren, ohne den Basiswert zu besitzen.
Chowder Ratio
Dividendenrendite + Dividendenwachstumsrate. Ein Wert über 12 gilt als attraktiv.
Circuit Breaker
Ein automatischer Handelsstopp bei extremen Kursbewegungen, um Panikverkäufe zu bremsen.
Compound Interest
Zinseszins – Erträge, die wiederum Erträge generieren. Der wichtigste Vermögenshebel für Langfristanleger.
Contrarian Investing
Gegen den Strom schwimmen: Kaufen, wenn alle verkaufen, und verkaufen, wenn alle kaufen.
Core-Satellite
Eine Portfoliostrategie mit einem breit diversifizierten Kern (ETFs) und einzelnen Satelliten (Dividendenaktien, REITs).
Covered Call
Optionsstrategie: Eine gehaltene Aktie wird mit dem Verkauf einer Call-Option kombiniert, um Zusatzeinkommen zu generieren.
Covered Call ETF
Ein ETF, der Covered Calls auf seine Positionen schreibt, um zusätzliches Einkommen zu generieren.
Crash
Ein plötzlicher, starker Kurseinbruch an den Börsen. Bekannte Crashs: 1929, 2000 (Dotcom), 2008 (Finanzkrise), 2020 (Corona).
Cum-Dividende
Eine Aktie wird 'cum Dividende' gehandelt, wenn der Käufer noch Anspruch auf die nächste DividendenAusschüttung hat.
Cum-Ex
Ein ehemaliger Steuer-Trick, bei dem die Dividenden-Quellensteuer mehrfach erstattet wurde – seit 2012 illegal.
Current Ratio
Umlaufvermögen ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten. Über 1,5 deutet auf gute Liquidität hin.
D
Dark Pool
Eine private Handelsplattform, auf der Großaufträge anonym und ohne Auswirkung auf den öffentlichen Kurs ausgeführt werden.
DAX
Der Deutsche Aktienindex – umfasst die 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands. Wichtigster Leitindex am deutschen Markt.
DBA
Doppelbesteuerungsabkommen – bilaterale Verträge zwischen Staaten, die eine doppelte Besteuerung von Einkünften verhindern.
Debt-to-Equity Ratio
Fremdkapital ÷ Eigenkapital. Ein zentrales Maß für die Verschuldung eines Unternehmens.
Delisting
Die Rücknahme der Börsennotierung eines Unternehmens – Aktien sind danach nicht mehr frei handelbar.
Depot
Ein Konto bei einer Bank oder einem Broker, in dem deine Wertpapiere (Aktien, ETFs, Anleihen) verwahrt werden.
Depotgebühren
Die jährlichen Kosten für die Verwahrung deiner Wertpapiere im Depot. Viele Neobroker verzichten darauf.
Depotübertrag
Die Übertragung von Wertpapieren von einem Depot zu einem anderen. In Deutschland kostenlos.
Depotwechselprämie
Ein Bonus, den einige Broker bei der Übertragung eines Depots von einem Konkurrenten anbieten.
Derivat
Ein Finanzinstrument, dessen Wert sich von einem Basiswert (Aktie, Index, Rohstoff) ableitet. Sammelbegriff für Optionen, Futures, Zertifikate etc.
Direktbank
Eine Bank ohne Filialnetz, dafür günstiger – z.B. ING, Comdirect, Consorsbank.
Div
Abkürzung für Dividende – häufig in Kurstabellen und Broker-Abrechnungen verwendet.
Diversifikation
Die Verteilung des Vermögen auf verschiedene Aktien, Branchen und Laender um das Risiko zu reduzieren.
Dividend Capture
Eine kurzfristige Strategie, bei der Aktien nur für den Dividendenstichtag gekauft und danach sofort verkauft werden.
Dividend Growth Rate
Die jährliche Wachstumsrate der Dividende – bei Aristokraten oft 5-10 % pro Jahr.
Dividend King
Ein Unternehmen, das seine Dividende mindestens 50 Jahre(!) in Folge erhöht hat. Die Elite unter den Dividendenzahlern.
Dividend Payout Date
Der Tag, an dem die Dividende tatsächlich auf dem Konto des Aktionärs gutgeschrieben wird.
Dividende
Eine Gewinnausschüttung eines Unternehmens an seine Aktionäre. Wird meist vierteljährlich (USA) oder jährlich (Europa) gezahlt.
Dividenden-Champion
In den USA: Unternehmen mit mindestens 25 Jahren ununterbrochener Dividendensteigerung.
Dividenden-ETF
Ein ETF, der gezielt in dividendenstarke Aktien investiert (z.B. SPDR S&P US Dividend Aristocrats, Vanguard High Dividend Yield).
Dividendenabschlag
Der Kursrückgang am Ex-Tag, der in etwa der Höhe der ausgeschütteten Dividende entspricht.
Dividendenaristokrat
Ein Unternehmen, das seine Dividende mindestens 25 Jahre in Folge jährlich gesteigert hat. Gilt als besonders zuverlässiger Dividendenzahler.
Dividendendeckung
Zeigt, ob ein Unternehmen genug verdient, um die Dividende zu finanzieren. Gegenstück zur Payout Ratio.
Dividendenfalle
Eine Aktie mit hoher Dividendenrendite, deren Kurs aber stark fällt – die hohe Rendite täuscht.
Dividendenhistorie
Die Aufzeichnung aller vergangenen Dividendenzahlungen eines Unternehmens. Zeigt Kontinuität und Wachstum.
Dividendenkalender
Ein Kalender, der alle anstehenden Dividendentermine (Ex-Tag, Zahltag, Höhe) übersichtlich darstellt.
Dividendenkürzung
Die Reduktion der Dividende durch ein Unternehmen. Kann als Warnsignal gewertet werden, hat aber nicht immer negative Gründe.
Dividendenrendite
Die jährliche Dividende geteilt durch den aktuellen Aktienkurs, in Prozent. Zeigt, wie viel Rendite du allein durch Dividenden erzielst.
Dividendenrendite auf Free Cashflow
Dividende ÷ Free Cashflow pro Aktie – zeigt, wie nachhaltig die Dividende aus dem tatsächlichen Cashflow bezahlt wird.
Dividendensaison
Die jährliche Hochphase der Dividendenausschüttungen – in Deutschland April bis Juni, in den USA ganzjährig quartalsweise.
Dividendenstrategie
Eine Anlagestrategie, die auf den Aufbau eines regelmäßigen Einkommens durch Dividenden setzt statt auf Kursgewinne.
Dividendenstreichung
Der vollständige Wegfall der Dividende. Stärkstes negatives Signal bezüglich der finanziellen Lage des Unternehmens.
Dividendenwachstum
Die jährliche prozentuale Erhöhung der Dividende. Zeigt, ob und wie stark ein Unternehmen seine Ausschüttung steigert.
Dogs of the Dow
Dividendenstrategie: Jedes Jahr die 10 DAX-/Dow-Aktien mit der höchsten Dividendenrendite kaufen.
Dollar-Cost-Averaging
Regelmäßiges Investieren eines festen Betrags, unabhängig vom aktuellen Kurs. Reduziert das Timing-Risiko und den durchschnittlichen Kaufpreis.
Doppelbesteuerungsabkommen
Bilaterale VErträge zwischen Staaten, die verhindern, dass Einkuenfte in beiden Laendern voll besteuert werden. Reduziert die Quellensteuer.
Dow Jones
Der älteste und bekannteste US-Aktienindex. Enthält 30 führende US-Unternehmen wie Apple, Microsoft und Johnson & Johnson.
Dow Jones Industrial Average
Der älteste US-Aktienindex mit nur 30 Blue-Chip-Unternehmen. Preisgewichtet statt marktkapitalisierungsgewichtet.
DPS
Dividend per Share – Dividende je Aktie. Der absolute Betrag, der pro Aktie als Dividende ausgezahlt wird.
Drawdown
Der maximale Rückgang eines Portfolios vom Höchststand – ein Maß für das Verlustrisiko.
DRIP
Dividend Reinvestment Plan – ein Programm zur automatischen Wiederanlage von Dividenden in neue Aktien des gleichen Unternehmens.
E
EBIT
Gewinn vor Zinsen und Steuern – zeigt die operative Profitabilität eines Unternehmens unabhängig von Finanzierung und Steuerlast.
EBITDA
Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – zeigt die operative Ertragskraft unabhängig von Finanzierung und Steuern.
Eigenkapitalrendite
Wie viel Gewinn ein Unternehmen mit dem eingesetzten Eigenkapital erwirtschaftet. Englisch: Return on Equity (ROE).
Einlagensicherung
Der gesetzliche Schutz von Bankeinlagen bis 100.000 EUR pro Person und Bank in der EU.
Einmalanlage vs. Sparplan
Der Vergleich zwischen sofortiger Vollinvestition und gestaffeltem Einstieg über längere Zeiträume.
Enterprise Value
Der Gesamtwert eines Unternehmens: Marktkapitalisierung plus Schulden minus Cash. Realistischer als die reine Marktkapitalisierung.
Entnahmeplan
Ein Plan, der festlegt, wie viel Geld regelmäßig aus dem Portfolio entnommen wird – zentral für FIRE.
EPS
Earnings per Share – Gewinn je Aktie. Eine der wichtigsten Kennzahlen zur Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens.
ESG
Environment, Social, Governance – die drei Säulen der Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen.
ESG-Investing
Investieren nach Umwelt- (Environmental), Sozial- (Social) und Governance-Kriterien.
ETF
Exchange Traded Fund – ein börsengehandelter Fonds, der einen Index nachbildet (z.B. MSCI World). Gebühren deutlich niedriger als aktive Fonds.
Euro Stoxx 50
Der Leitindex der Eurozone mit 50 führenden Großunternehmen aus 8 Euroländern.
Ex-Dividende
Der Tag, ab dem eine Aktie ohne Dividendenanspruch gehandelt wird. Wer die Dividende erhalten will, muss die Aktie VOR dem Ex-Tag besitzen.
Ex-Tag
Ex-Dividende-Tag – der erste Handelstag, an dem die Aktie ohne Anspruch auf die nächste Dividende gehandelt wird.
F
Factor Investing
Eine Strategie, die systematisch auf Faktoren wie Value, Quality, Momentum oder Size setzt.
FASTER-Initiative
Eine EU-Initiative zur schnelleren Erstattung von Quellensteuern – soll ab 2030 den Rückerstattungsprozess automatisieren.
FCF
Free Cash Flow – der frei verfügbare Geldfluss nach allen Betriebsausgaben und Investitionen.
Fifo-Prinzip
First In, First Out – steuerliche Reihenfolge beim Verkauf von Aktien: Die zuerst gekauften Stücke gelten als zuerst verkauft.
Filialbank
Eine Bank mit physischen Filialen und persönlicher Beratung, aber höheren Depot- und Ordergebühren.
Fondsmanager
Eine Person, die professionell ein Investmentportfolio verwaltet und Anlageentscheidungen trifft.
Free Cashflow
Der frei verfügbare Geldfluss nach allen Ausgaben und Investitionen. Zeigt, wie viel Geld für Dividenden, Schuldenabbau etc. uebrig bleibt.
Freistellungsauftrag
Ein Auftrag an deine Bank, Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags (1.000 EUR/Person) steuerfrei auszuzahlen.
FTSE 100
Der britische Leitindex mit den 100 größten Unternehmen der Londoner Börse. Bekannt für hohe Dividendenrenditen.
FTSE All-World
Ein Index von Vanguard, der ~4.000 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern abdeckt.
Future
Ein verbindlicher Terminkontrakt zum Kauf oder Verkauf eines Basiswerts zu einem bestimmten Preis an einem festgelegten Datum.
Futures
Standardisierte Terminkontrakte, die den Käufer verpflichten, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen.
G
GARP
Growth at a Reasonable Price – eine Strategie, die Wachstum und Bewertung kombiniert (PEG < 1).
GDR
Global Depositary Receipt – ein an Börsen außerhalb des Heimatmarkts gehandeltes Zertifikat auf ausländische Aktien.
Geldmarktfonds
Ein Fonds, der in kurzfristige, sichere Anleihen investiert – Alternative zum Tagesgeldkonto.
Gemeinschaftsdepot
Ein Depot, das von zwei Personen gemeinsam geführt wird – z.B. Ehepaare. Beide haben vollen Zugriff.
Genussschein
Ein Wertpapier mit Gewinnbeteiligung, aber ohne Stimmrecht. Mischform zwischen Aktie und Anleihe.
Geografische Diversifikation
Die Verteilung des Portfolios auf verschiedene Länder und Regionen zur Reduktion regionaler Risiken.
gettex
Eine Börse der Bayerischen Börse AG – Standardhandelsplatz von Scalable Capital.
Gewinn je Aktie
Der auf eine einzelne Aktie entfallende Gewinn des Unternehmens. Englisch: Earnings per Share (EPS).
Gewinn je Aktie (EPS)
Der auf eine einzelne Aktie entfallende Nettogewinn – die wichtigste Kennzahl für die Bewertung.
Gewinnmarge
Der Anteil des Gewinns am Umsatz – eine hohe Marge deutet auf starke Preismacht und Effizienz hin.
Gleitender Durchschnitt
Ein Durchschnittskurs über einen bestimmten Zeitraum (z.B. 200 Tage). Wichtigstes Werkzeug der technischen Analyse.
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung – Dividenden in einer GmbH werden mit nur ca. 1,5 % besteuert (Teileinkünfteverfahren).
Goodwill
Der Betrag, der bei einer Übernahme über den Buchwert hinaus bezahlt wird – steht als immaterieller Vermögenswert in der Bilanz.
Gratisaktie
Aktien, die bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln kostenlos an bestehende Aktionäre ausgegeben werden.
Growth Investing
Anlagestrategie, die auf Wachstumsunternehmen setzt, die ihren Gewinn reinvestieren statt Dividenden auszuschütten.
Günstigerprüfung
Wer einen persönlichen Steuersatz unter 25 % hat, kann über die Steuererklärung den niedrigeren Satz auf Kapitalerträge anwenden.
H
Handelsplatz
Der Börsenplatz, an dem Wertpapiere gehandelt werden – z.B. Xetra, gettex, Tradegate, NYSE.
Handelsvolumen
Die Anzahl der innerhalb eines Zeitraums gehandelten Aktien. Hohes Volumen = hohe Liquidität und enge Spreads.
Hang Seng Index
Der Leitindex der Börse Hongkong mit ~80 der größten Unternehmen Chinas und Hongkongs.
Hauptversammlung
Die jährliche Versammlung der Aktionäre eines Unternehmens. Hier wird über die Dividende, den Vorstand und andere wichtige Themen abgestimmt.
Hebelprodukt
Ein Finanzinstrument, das die Kursbewegung eines Basiswerts überproportional abbildet – höhere Chancen, höheres Risiko.
HV
Hauptversammlung – die jährliche Versammlung der Aktionäre, auf der unter anderem über die Dividendenhöhe abgestimmt wird.
I
Implizite Volatilität
Die vom Markt erwartete zukünftige Schwankungsbreite, abgeleitet aus Optionspreisen.
Income Investing
Anlagestrategie mit Fokus auf regelmäßige Einnahmen durch Dividenden, Zinsen und Ausschüttungen.
Indexfonds
Ein Fonds, der einen Börsenindex möglichst exakt nachbildet. ETFs sind die handelbare Variante von Indexfonds.
Inflation
Die allgemeine Erhöhung des Preisniveaus. Dividenden müssen mindestens die Inflationsrate ausgleichen, um reale Kaufkraft zu erhalten.
Inhaberaktie
Eine Aktie, bei der derjenige als Eigentümer gilt, der sie besitzt. Der Eigentümer wird nicht namentlich registriert – die einfachste Form der Aktie.
IPO
Initial Public Offering – der Börsengang eines Unternehmens, bei dem erstmals Aktien öffentlich angeboten werden.
ISIN
International Securities Identification Number – eine 12-stellige Kennnummer zur eindeutigen Identifikation von Wertpapieren weltweit.
J
Junge Aktie
Neue Aktien, die bei einer Kapitalerhöhung ausgegeben werden – bestehende Aktionäre erhalten ein Bezugsrecht.
Junge Aktien
Neue Aktien, die bei einer Kapitalerhöhung ausgegeben werden. Bestehende Aktionäre haben ein Bezugsrecht.
K
Kapitalerhöhung
Die Ausgabe neuer Aktien durch ein Unternehmen, um frisches Kapital aufzunehmen. Verwässert bestehende Anteile.
Kapitalertragsteuer
Der steuerliche Oberbegriff für die Besteuerung von Einkünften aus Kapitalvermögen (Dividenden, Zinsen, Kursgewinne).
Kapitalrendite (ROIC)
Return on Invested Capital – die Rendite auf das insgesamt eingesetzte Kapital (Eigen- + Fremdkapital).
KBV
Kurs-Buchwert-Verhältnis: Aktienkurs geteilt durch den Buchwert je Aktie. Zeigt, ob eine Aktie über oder unter ihrem Substanzwert gehandelt wird.
KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis: Aktienkurs geteilt durch Gewinn je Aktie. Zeigt, wie viele Jahre Gewinne noetig wären, um den Kaufpreis zu decken.
Kirchensteuer
Ein Zuschlag auf die Abgeltungssteuer für Kirchenmitglieder: 8 % (Bayern/BaWü) oder 9 % (übrige Bundesländer).
Kirchensteuer auf Kapitalerträge
8 % (Bayern/BW) oder 9 % Zuschlag auf die Abgeltungssteuer für Kirchenmitglieder.
Knock-Out
Ein Hebelprodukt, das wertlos verfällt, sobald der Basiswert eine bestimmte Schwelle (Knock-Out-Barriere) erreicht.
Konjunkturzyklus
Die wiederkehrenden Phasen der Wirtschaft: Aufschwung, Boom, Abschwung und Rezession.
Korrektur
Ein kurzfristiger Kursrückgang von 10-20 % nach einem Anstieg. Gilt als gesund und normal.
Kursgewinn
Der Profit aus dem Verkauf einer Aktie zu einem höheren Preis als dem Kaufpreis. Wird in Deutschland mit 26,375 % besteuert.
KUV
Kurs-Umsatz-Verhältnis: Marktkapitalisierung ÷ Jahresumsatz. Nützlich für Unternehmen ohne Gewinn.
L
Large Cap
Ein Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung (über 10 Mrd. €) – typischerweise etablierte Dividendenzahler.
Leerverkauf
Der Verkauf geliehener Aktien in der Hoffnung, sie später günstiger zurückzukaufen. Wird durch Wertpapierleihe ermöglicht.
Leitzins
Der von der Zentralbank festgelegte Basiszinssatz, der die Kreditkosten und Anlagerenditen beeinflusst.
Limit-Order
Ein Kaufauftrag mit Preisobergrenze oder Verkaufsauftrag mit Preisuntergrenze. Schützt vor ungünstigen Ausführungskursen.
Limitorder
Ein Kaufauftrag mit einem maximalen Preis oder Verkaufsauftrag mit einem Mindestpreis.
Liquidität
Wie leicht ein Wertpapier gehandelt werden kann, ohne den Kurs wesentlich zu beeinflussen. Hohe Liquidität = gut für Anleger.
LS Exchange
Lang & Schwarz Exchange – der Handelsplatz von Trade Republic mit Handelszeiten von 7:30-23:00 Uhr.
M
Magic Formula
Joel Greenblatts Anlagestrategie, die Aktien nach Gewinnrendite und Kapitalrendite rankt. Systematischer Value-Ansatz.
Market Cap
Die Marktkapitalisierung: Aktienkurs × Anzahl aller Aktien. Zeigt den Gesamtwert eines Unternehmens an der Börse.
Market Maker
Ein Marktteilnehmer, der jederzeit Kauf- und Verkaufskurse stellt und so für Liquidität sorgt.
Market-Order
Ein Kaufauftrag zum nächstbesten verfügbaren Kurs. Schnelle Ausführung, aber ohne Preisgarantie.
Marktkapitalisierung
Der Börsenwert eines Unternehmens: Aktienkurs × Anzahl ausstehender Aktien. Synonym: Market Cap.
Maximum Drawdown
Der größte kumulative Verlust vom Höchststand – zeigt das Worst-Case-Szenario einer Anlage.
MDAX
Der Index der 50 mittelgroßen deutschen Aktiengesellschaften, die im Rang nach den DAX-Unternehmen kommen.
Mid Cap
Ein Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung (ca. 2-10 Mrd. €) – oft in der Wachstumsphase mit steigenden Dividenden.
Momentum-Strategie
Aktien kaufen, die zuletzt gut gelaufen sind, in der Erwartung, dass der Trend anhält.
MSCI ACWI
All Country World Index – kombiniert MSCI World + Emerging Markets für maximale globale Abdeckung.
MSCI Emerging Markets
Ein Index mit ~1.400 Unternehmen aus 24 Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien und Taiwan.
MSCI World
Ein globaler Aktienindex mit rund 1.500 Aktien aus 23 Industrielaendern. Der beliebteste Index für ETF-Sparer.
N
Namensaktie
Eine Aktie, bei der der Eigentümer namentlich im Aktienregister des Unternehmens eingetragen ist. Gängig bei DAX-Konzernen wie Siemens oder Allianz.
NASDAQ
Die US-amerikanische Technologiebörse. Heimat von Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und anderen Tech-Giganten.
NASDAQ 100
Ein US-Index mit den 100 größten Nicht-Finanz-Unternehmen der NASDAQ-Börse – tech-lastig mit Apple, Microsoft, Nvidia.
Natürliche Dividende
Die Strategie, nicht Dividenden zu kassieren, sondern stattdessen gezielt Anteile zu verkaufen für den Cashflow.
NAV
Net Asset Value – der Nettoinventarwert eines Fonds oder einer Investmentgesellschaft. Sozusagen der 'wahre Wert' pro Anteil.
Nennwertaktie
Eine Aktie mit einem festen aufgedruckten Nennwert (z.B. 1 EUR). Der Nennwert entspricht dem Anteil am Grundkapital.
Neobroker
Ein günstiger Online-Broker mit reduziertem Angebot und App-First-Ansatz – z.B. Trade Republic, Scalable Capital.
Net Asset Value
Der Nettoinventarwert eines Fonds: Gesamtwert aller Anlagen ÷ Anzahl der Anteile.
Nettogewinn
Der Gewinn nach Abzug aller Kosten, Steuern und Zinsen – die Basis für die Dividendenberechnung.
Nettoverschuldung
Finanzschulden abzüglich Cash und Cash-Äquivalente – negativ bedeutet, das Unternehmen hat mehr Cash als Schulden.
Nichtveranlagungsbescheinigung
Ein Dokument vom Finanzamt, das verhindert, dass die Bank Abgeltungssteuer einbehält – ideal für Kinder oder Geringverdiener.
Nikkei 225
Der wichtigste japanische Aktienindex mit 225 Unternehmen der Tokyo Stock Exchange.
Notgroschen
Eine Cash-Reserve von 3-6 Monatsausgaben, die nicht investiert wird und für Notfälle bereitsteht.
NV-Bescheinigung
Nichtveranlagungsbescheinigung – befreit Personen mit geringem Einkommen vollständig von der Kapitalertragsteuer.
O
Opportunitätskosten
Die entgangene Rendite einer alternativen Anlage – z.B. das Geld auf dem Tagesgeld statt im Dividenden-ETF.
Option
Ein Finanzkontrakt, der das Recht gibt, einen Basiswert zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).
Optionsprämie
Der Preis, den der Käufer einer Option an den Verkäufer zahlt. Bei Covered Calls eine zusätzliche Einnahmequelle.
Optionsschein
Ein verbrieftes Recht, einen Basiswert (z.B. eine Aktie) zu einem bestimmten Preis innerhalb einer Frist zu kaufen oder zu verkaufen.
Ordergebühren
Die Kosten pro Kauf- oder Verkaufsauftrag an der Börse. Bei Neobrokern ab 0-1 EUR, bei Filialbanken 15-50 EUR.
P
P2P-Kredit
Ein Kredit, der direkt zwischen Privatpersonen über eine Online-Plattform vermittelt wird – ohne traditionelle Bank als Mittler.
Passives Investieren
Anlagestrategie ohne aktive Aktienauswahl – stattdessen investiert man in Indexfonds (ETFs), die den Markt nachbilden.
Payment in Lieu
Eine Ersatzzahlung statt einer echten Dividende. Entsteht bei verliehenen Aktien und wird steuerlich anders behandelt.
Payout Ratio
Die Ausschüttungsquote – der Anteil des Gewinns, der als Dividende ausgezahlt wird. Unter 60 % gilt als gesund.
PEG Ratio
Price/Earnings-to-Growth: KGV ÷ erwartetes Gewinnwachstum. Ein PEG unter 1 deutet auf Unterbewertung hin.
Penny Stock
Eine Aktie mit einem Kurs unter 1 € – hohes Risiko, geringe Liquidität und oft spekulativ.
Pennystocks
Aktien mit einem Kurs unter 1 EUR (oder 1 USD). Hochspekulativ mit extremer Volatilität.
Portfoliorendite
Die Gesamtrendite deines Depots inklusive Kursgewinne und Dividenden über einen bestimmten Zeitraum.
Price-to-Free-Cashflow
Marktkapitalisierung ÷ Free Cashflow. Für Dividendenanleger aussagekräftiger als das KGV.
Progressionsvorbehalt
Ein Steuermechanismus, bei dem steuerfreie Einkünfte den Steuersatz für andere Einkünfte erhöhen.
Put-Option
Ein Vertrag, der dem Käufer das Recht gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu verkaufen.
Q
QSt
Quellensteuer – die Steuer, die direkt im Herkunftsland der Dividende einbehalten wird.
Quality Investing
Fokus auf Unternehmen mit hoher Profitabilität, stabilen Cashflows und niedrigem Verschuldungsgrad.
Quellensteuer
Eine Steuer, die direkt an der Quelle (im Ausland) auf Dividenden einbehalten wird. Der Satz variiert je nach Land.
Quellensteuer
Eine Steuer, die direkt im Land der Dividendenzahlung einbehalten wird – kann über Doppelbesteuerungsabkommen teilweise angerechnet oder zurückgefordert werden.
Quellensteuer-Anrechnung
Die Verrechnung im Ausland gezahlter Quellensteuer mit der deutschen Abgeltungssteuer. Maximal 15 % anrechenbar.
Quellensteuer-Rückerstattung
Das Verfahren zur Rückforderung zu viel gezahlter ausländischer Quellensteuer über DBA-Anträge.
Quellensteuer-Vorabbefreiung
Verfahren, bei dem die Quellensteuer direkt im Ausland reduziert wird, statt später zurückgefordert zu werden.
Quellensteuererstattung
Verfahren zur Rückforderung überzahlter Quellensteuer aus dem Ausland. Je nach Land einfach bis sehr aufwendig.
R
Rebalancing
Das regelmäßige Umschichten deines Portfolios, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen.
Record Date
Der Stichtag, an dem festgestellt wird, wer als Aktionär im Register steht und somit dividendenberechtigt ist.
REIT
Real Estate Investment Trust – eine börsengehandelte Immobiliengesellschaft, die mindestens 90 % ihrer Gewinne als Dividende ausschütten muss.
Rendite
Der Ertrag einer Anlage ausgedrückt in Prozent des eingesetzten Kapitals. Umfasst Kursgewinne und Dividenden.
Rendite p.a.
Die durchschnittliche jährliche Rendite einer Anlage – die wichtigste Kennzahl für den Vergleich.
Reverse Split
Die Zusammenlegung mehrerer Aktien zu einer. Erhöht den Kurs optisch, ändert aber nichts am Gesamtwert.
Rezession
Ein wirtschaftlicher Abschwung mit mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mit schrumpfendem BIP.
Risikostreuung
Die Verteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen zur Risikominimierung.
Risk-Reward-Ratio
Das Verhältnis von potenziellem Gewinn zu potenziellem Verlust einer Anlage.
Rückkaufgarantie
Ein Versprechen des Kreditgebers auf einer P2P-Plattform, ausgefallene Kredite nach 60 Tagen Verzug zum Nennwert zurückzukaufen.
Russell 2000
Ein US-Small-Cap-Index mit 2.000 kleinen Unternehmen – Barometer für die US-Binnenkonjunktur.
S
S&P 500
Der wichtigste US-Aktienindex mit den 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA. Basis für Dividendenaristokraten.
S&P 500 Dividend Aristocrats
Ein Index mit US-Unternehmen, die ihre Dividende mindestens 25 Jahre in Folge gesteigert haben.
Sachdividende
Eine Dividende, die nicht in Geld, sondern in Aktien oder anderen Sachleistungen ausgezahlt wird (z.B. Aktiendividende bei Siemens Energy).
Schlussdividende
Die Dividende, die nach Genehmigung der Hauptversammlung am Ende des Geschäftsjahres gezahlt wird.
Schneeball-Effekt
Der exponentielle Effekt durch Reinvestition von Dividenden: Dividenden kaufen neue Aktien, die wiederum Dividenden zahlen.
Scrip Dividend
Eine Dividende, die nicht in bar, sondern in Form neuer Aktien ausgezahlt wird.
SDAX
Der Index der 70 kleineren deutschen Aktiengesellschaften. Enthält oft wachstumsstarke Nebenwerte mit guten Dividenden.
Sektordiversifikation
Die Verteilung des Portfolios auf verschiedene Wirtschaftssektoren (Technologie, Gesundheit, Industrie etc.).
Sekundärmarkt
Ein Marktplatz innerhalb einer P2P-Plattform, auf dem Anleger bestehende Kredite vor Laufzeitende an andere Anleger weiterverkaufen können.
Sharpe Ratio
Risikobereinigten Rendite: (Portfolio-Rendite - risikofreier Zins) ÷ Volatilität. Je höher, desto besser.
Small Cap
Ein Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung (unter 2 Mrd. €) – höheres Wachstumspotenzial, aber volatiler.
Soli
Solidaritätszuschlag – ein Zuschlag von 5,5 % auf die Abgeltungssteuer. Fällt bei Kapitalerträgen weiterhin an.
Solidaritätszuschlag
Ein Zuschlag von 5,5 % auf die Abgeltungssteuer. Fällt bei Kapitalerträgen weiterhin an (anders als bei Einkommensteuer).
Sonderdividende
Eine einmalige, zusätzliche Dividendenzahlung, die über die regulaere Dividende hinausgeht. Oft nach besonders guten Geschäftsjahren.
Sondervermögen
Fondsanteile und Depotwerte sind Sondervermögen: Sie gehören dir und sind bei einer Bankenpleite geschützt.
Sparerpauschbetrag
Der steuerfreie Betrag für Kapitalerträge: 1.000 EUR pro Person (2.000 EUR für Ehepaare). Darunter fallen keine Steuern an.
Sparplan
Ein automatischer, regelmäßiger Kauf von Aktien oder ETFs zu einem festen Betrag (z.B. 100 EUR/Monat). Perfekt für Dollar-Cost-Averaging.
Spread
Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs einer Aktie. Je liquider die Aktie, desto kleiner der Spread.
Spread
Die Differenz zwischen dem höchsten Kaufangebot (Bid) und dem niedrigsten Verkaufsangebot (Ask). Je enger, desto besser für Anleger.
Squeeze-Out
Die Zwangsabfindung von Minderheitsaktionären durch einen Großaktionär, der mind. 90-95 % hält.
SRI
Socially Responsible Investing – nachhaltige Geldanlage nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien.
Stagflation
Die seltene Kombination aus wirtschaftlicher Stagnation und hoher Inflation – besonders herausfordernd für Anleger.
Stammaktie
Eine Aktie mit vollem Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Im Gegensatz zur Vorzugsaktie, die oft eine höhere Dividende bietet dafür ohne Stimmrecht.
Steuerbescheinigung
Das jährliche Dokument der Bank/des Brokers mit allen steuerrelevanten Kapitalerträgen für die Steuererklärung.
Steuerliche Anschaffungskosten
Der Kaufpreis inklusive Nebenkosten, der für die Berechnung von Kursgewinnen und Steuern herangezogen wird.
Stop-Loss
Eine automatische Verkaufsorder, die bei Erreichen eines bestimmten Kursniveaus ausgeloest wird, um Verluste zu begrenzen.
STOXX Europe 600
Ein Aktienindex mit 600 europäischen Unternehmen aus 17 Ländern – der europäische Gegenentwurf zum S&P 500.
Streubesitz
Der Anteil der Aktien, der frei an der Börse gehandelt wird (Free Float). Nicht in festen Händen von Großaktionären.
Strike Price
Der vorab festgelegte Preis, zu dem eine Option ausgeübt werden kann – auch Ausübungspreis genannt.
Stückaktie
Eine Aktie ohne Nennwert – jede Aktie repräsentiert den gleichen Anteil am Grundkapital. Die heute übliche Form.
T
Tax Voucher
Eine Bestätigung der Quellensteuer-Einbehaltung, die für die Rückerstattung im Ausland benötigt wird.
TecDAX
Ein deutscher Technologie-Index mit 30 Unternehmen aus dem Technologiesektor.
Teilfreistellung
Ein prozentualer Anteil von ETF-Erträgen, der steuerfrei bleibt. Aktienfonds: 30 %, Mischfonds: 15 %, Immobilienfonds: 60 %.
TER
Total Expense Ratio – die Gesamtkostenquote eines ETFs oder Fonds, ausdrueckt in Prozent pro Jahr. Niedrigere TER = günstiger.
Thesaurierender Fonds
Ein Fonds, der alle Erträge automatisch reinvestiert statt sie auszuschütten.
Thesaurierung
Die automatische Wiederanlage von Erträgen (Dividenden, Zinsen) im Fonds statt Auszahlung an den Anleger.
Total Expense Ratio
Die jährlichen Gesamtkosten eines ETF oder Fonds, angegeben als Prozentsatz des Fondsvermögens.
Total Return
Die Gesamtrendite einer Aktie: Kursgewinne plus Dividenden. Der fairste Vergleichsmaßstab für Investments.
Tracking Error
Die Abweichung der ETF-Rendite von der Index-Rendite – je niedriger, desto besser bildet der ETF den Index ab.
Tradegate
Eine deutsche Börse mit verlängerten Handelszeiten (8-22 Uhr) und gebührenfreiem Handel bei vielen Brokern.
Trailing-Stop
Ein dynamischer Stop-Loss, der sich bei steigenden Kursen automatisch nach oben anpasst. Schützt Gewinne.
U
Umsatz
Die gesamten Einnahmen eines Unternehmens aus dem Verkauf von Waren oder Dienstleistungen in einem Zeitraum.
Unterstützungslinie
Ein Kursniveau, an dem eine Aktie wiederholt nicht weiter fällt. Technisches Analyse-Konzept.
V
Value Investing
Eine Strategie, die unterbewertete Aktien sucht – Unternehmen, deren Börsenwert unter dem inneren Wert liegt. Begründet von Benjamin Graham.
Verlustverrechnung
Verluste aus Wertpapiergeschäften können mit Gewinnen verrechnet werden und so die Steuerlast senken.
Verlustverrechnungstopf
Ein Konto bei der Bank, in dem Verluste aus Wertpapiergeschäften gesammelt und mit künftigen Gewinnen verrechnet werden.
Verrechnungskonto
Das Konto, über das Käufe, Verkäufe und Dividenden bei einem Broker abgewickelt werden.
Verschuldungsgrad
Das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital. Zeigt, wie stark ein Unternehmen auf Schulden angewiesen ist.
Vinkulierte Namensaktie
Eine Namensaktie, deren Übertragung an die Zustimmung der Gesellschaft gebunden ist. Dient als Übernahmeschutz.
Volatilität
Das Mass für Kursschwankungen einer Aktie. Hohe Volatilitaet = große Schwankungen, niedrige = stabiler Kurs.
Vorabpauschale
Eine steuerliche Mindestbesteuerung für thesaurierende Fonds/ETFs, basiert auf dem Basiszins der Bundesbank.
Vorzugsaktie
Eine Aktie ohne Stimmrecht, dafür mit bevorzugter/höherer Dividende. In Deutschland bei DAX-Unternehmen wie BMW und Volkswagen üblich.
W
W-8BEN
Ein US-Steuerformular, das nicht-amerikanische Anleger ausfüllen müssen, um die US-Quellensteuer auf Dividenden von 30 % auf 15 % zu reduzieren.
Wandelanleihe
Eine Anleihe, die in Aktien des Unternehmens umgetauscht werden kann. Kombiniert Zinserträge mit Aktienchancen.
Wertpapierleihe
Das Verleihen deiner Aktien an andere Marktteilnehmer (oft für Leerverkäufe) gegen eine Gebühr. Bietet Zusatzrendite, aber mit Risiken.
WHT
Withholding Tax – die englische Bezeichnung für Quellensteuer. Wird in internationalen Dokumenten und Broker-Abrechnungen verwendet.
Widerstandslinie
Ein Kursniveau, an dem eine Aktie wiederholt nicht weiter steigt. Technisches Analyse-Konzept.
WKN
Wertpapierkennnummer – die deutsche 6-stellige Kennnummer für Wertpapiere. Wird zunehmend durch die ISIN ersetzt.
Working Capital
Die Differenz zwischen kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigen Verbindlichkeiten – ein Maß für die Liquidität.
X
Y
Yield on Cost
Die Dividendenrendite bezogen auf deinen ursprünglichen Einkaufskurs. Zeigt, wie sich deine persoenliche Rendite über die Jahre entwickelt.
YoC
Yield on Cost – die Dividendenrendite bezogen auf deinen ursprünglichen Einkaufskurs statt auf den aktuellen Kurs.
Z
Zertifikat
Ein von einer Bank herausgegebenes Wertpapier, das die Wertentwicklung eines Basiswerts nachbildet. Achtung: Emittentenrisiko!
Zinsdeckungsgrad
EBIT ÷ Zinsaufwand. Zeigt, wie leicht ein Unternehmen seine Schuldzinsen bedienen kann. Über 3 gilt als sicher.
Zinseszinseffekt
Der Effekt, bei dem Erträge (Dividenden, Zinsen) auf bereits erzielte Erträge erwirtschaftet werden. Langfristig exponentielles Wachstum.
Zinswende
Die geldpolitische Umkehr der Zentralbank – von Niedrigzins zu Hochzins oder umgekehrt.
Zwischendividende
Eine unterjährige Dividendenzahlung, die vor der Hauptversammlung erfolgt – üblich bei UK-Unternehmen.
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