MLPs betreiben US-Pipelines und Energieinfrastruktur – und zahlen 6-8 % Rendite. Aber für deutsche Anleger gibt es ein großes Steuerproblem.
Was ist eine MLP?
Eine Master Limited Partnership ist eine börsennotierte US-Personengesellschaft. MLPs betreiben typischerweise Pipelines, Lagertanks und Gasaufbereitungsanlagen. Sie zahlen keine Unternehmenssteuer – die Erträge fließen direkt an die Anteilseigner (Limited Partners).
Top 5 MLPs
| MLP | Ticker | Yield | Marktkapitalisierung | Geschäft |
|---|---|---|---|---|
| Enterprise Products | EPD | ~7 % | ~60 Mrd. $ | Pipelines, Petrochemie |
| Energy Transfer | ET | ~8 % | ~55 Mrd. $ | Erdgas-Pipelines |
| MPLX | MPLX | ~7,5 % | ~45 Mrd. $ | Raffinerie-Logistik |
| Plains All American | PAA | ~7 % | ~12 Mrd. $ | Öl-Pipelines |
| Western Midstream | WES | ~8 % | ~15 Mrd. $ | Erdgas-Aufbereitung |
⚠️ Das Steuerproblem für Deutsche
- US-Steuerpflicht: Als MLP-Anleger bist du in den USA steuerpflichtig – du musst eine US-Steuererklärung (1040-NR) einreichen
- Quellensteuer 37 %: Auf MLP-Ausschüttungen werden bis zu 37 % US-Steuer einbehalten (statt 15 % bei normalen Dividenden)
- Komplexe Rückforderung: Teilweise über DBA rückforderbar, aber extrem aufwändig
- K-1 Formulare: MLPs senden K-1 statt 1099 – viele deutsche Broker verarbeiten das nicht
Bessere Alternativen für Deutsche
- MLP-ETFs: Der Alerian MLP ETF (AMLP) bündelt MLPs und vereinfacht die Steuer
- Midstream-Corporations: Unternehmen wie Kinder Morgan (KMI) oder Williams Companies (WMB) haben sich von der MLP-Struktur in Corporations umgewandelt – normale Besteuerung
- BDCs: Ähnlich hohe Yields ohne die MLP-Steuerprobleme
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